Geschichten

Erst nachdenken und informieren - dann anschaffen !


 Immer wieder hört man in den Medien von gequälten Hunden, Katzen, Nutztieren etc.. Aber es scheint Niemanden zu stören, wenn ein Vogel, ein einsames dasein in einem viel zu kleinen Käfig fristet. Die folgende Geschichte wiederholt sich leider immer wieder. Sie soll nur den Anreiz geben, sich vor dem Kauf über ein Tier und dessen Bedürfnisse zu informieren:

Es ist 10.30 Uhr, der kleine blaue Wellensittich sitzt bei seinem Schwarm in der Voliere des Züchters. Dieser fängt für den Verkauf zehn Weibchen und zehn Männchen, darunter auch den kleinen Blauen. Die Welli´s werden "verpackt" und in die Zoohandlung transportiert. Dort werden sie wieder "ausgepackt" und in den Schaukasten/-käfig gesetzt. Die Tage vergehen. Bis jetzt ist eine Woche vergangen. Zwei Weibchen und drei Männchen sind bereits verkauft. Eine Mutter mit ihrer sechsjährigen Tochter kommt in die Zoohandlung. Sie will nur Futter für Oma´s Dackel kaufen. Das kleine Mädchen schaut sich neugierig die Verkaufstiere an. Zum Schluß entdeckt es den kleinen blauen Wellensittich. "Oh Mama, schau mal! Mami bitte! Bitte, darf ich den haben? Bitte!" Die Mutter schüttelt den Kopf. Das kleine Mädchen verzieht das Gesicht und fängt hysterisch an zu kreischen. Die Mutter ermahnt es, doch endlich still zu sein. Keine Reaktion. Der Mutter wird das Ganze unangenehm. Die anderen Leute im Verkaufsraum schauen schon. Die ersten spitzen Bemerkungen treffen die hilflose Mutter.

Damit das Mädchen endlich aufhört zu schreien, bittet sie die Verkäuferin den blauen Wellensittich einzupacken. Der kleine Käfig ist im Sonderangebot und ein wenig Futter,Näpfe und ein Spiegel werden auch noch gekauft.Die Tochter hat in der Zwischenzeit aufgehört zu weinen und nimmt strahlend den kleinen Karton mit dem Wellensittich entgegen. Die Mutter trägt das Zubehör und das Hundefutter. Zuhause angekommen wird der Käfig ans Fenster gestellt, Futter und Wasser in die Näpfe gefüllt und der Spiegel aufgehängt. Die Sitzstangen waren schon im Käfig verankert. Zum Schluß wird noch der kleine blaue Wellensittich, der den Namen Hansi erhalten hat, in den Käfig gesetzt. Die ersten Tage wird sich um Hansi fürsorglich gekümmert. Nach drei Wochen ab und an mal der Käfig zum Freiflug geöffnet. Nach zwei Monaten ist der Vogel langweilig geworden. Das Mädchen geht lieber mit Freundinnen ein Eis essen oder geht anderen Hobby´s nach. Nun sitzt Hansi einsam in dem kleinen Käfig und zwitschert leise vor sich hin. Wieder einen Monat später. Hansi sitzt mittlerweile nur noch apathisch auf seiner Stange. Niemanden interessiert der kleine Vogel im Kinderzimmer.

 Der Fernseher läuft. Eine Reportage über einen Schwerverbrecher in Einzelhaft. Die Mutter ist empört:"Das ist das menschenunwürdigste, was ich jemals gesehen habe! So etwas gehört verboten!!"

 Nun meine Frage:Was hat Hansi verbrochen? Oder ist er, als kleiner Wellensittich, nicht "würdig" ein schönes Leben zu haben? Klar, die Mutter wußte wohl nicht, das Wellensittiche Schwarmtiere sind, das sie mindestens einen Partner haben sollten und am besten in einer Voliere gehalten werden usw... Aber wofür gibt es Bücher, Internet etc. ? Also liebe Leute, ob Wellensittich oder Elefant, alle Tiere haben bestimmte Bedürfnisse, über die man sich informieren sollte, bevor man einfach draufloskauft!

 Erst nachdenken und informieren - dann anschaffen !

Stefanie Rosenberg-Otto

Mein erster Kontakt zu Aegina

Alles begann mit einem traurigen Ereignis.

Mein zwölfjähriger Rüde Alf mußte im August 2003 eingeschläfert werden.Ein Tumor im Hüftgelenk ließ ihn über die Regenbogenbrücke gehn.Ein lieber Freund hatte uns verlassen und nicht nur uns,sondern auch seinen Freund "Grisu",unseren Zweithund.Schon nach einer knappen Woche war Grisu nicht mehr so lebhaft wie voreher.Lustlos lag er auf dem Hundesofa und nahm kaum noch Nahrung auf.Für mich stand fest:Grisu braucht wieder einen Freund! Mir selber war Alfs Tod noch zu sehr im Kopf und eigendlich war ich nach so kurzer Zeit noch nicht bereit für einen neuen Hund.Halbherzig schaute ich mir Vermittlungshunde auf Internetseiten an.Irgendwie war nie der passende Hund dabei.Meine Tochter Steffi durchforstete ebenfalls "Hundeseiten" und landete auf der HP von Animal Respekt - Faza Aegina.Dort entdeckte sie einen Hund Namens "Irak".Natürlich schaute ich mir diesen Hund an und ich verliebte mich beim ersten Blick in ihn.

Das goße Zittern setzte ein.War dieser Hund noch zu vermitteln? Ich rief die Kontaktperson an - Glück - der Hund war noch nicht vermittelt.Schon einen Tag nach meinem Anruf wurde die Vorkontrolle gemacht.Nur acht Tage nach meinem Anruf konnte ich am Düsseldorfer Flughafen meinen Hund,der nun Iron hieß,in Empfang nehmen.

Nach unserer Ankunft zu Hause sahen sich nun meine beiden Hunde. Alles lief mit Schnüffeln und Wedeln prima ab und eine Freundschaft wurde geschlossen.Grisu mein großer Spanier und Iron mein kleiner Grieche mochten sich auf Anhieb und das ist bis heute so geblieben.

Inge Rosenberg


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